In einer kleinen Küche in Lenas Elternhaus schmückt heute noch eine ca. 2 Meter lange Liste die Wand. Es ist „DIE LISTE“ – ein stiller Zeitzeuge über die Tierschutzaktivitäten der kleinen Lena in den frühen 90-er. Lenas Mutter ist danach fast verzweifelt, da täglich in sämtlichen Hosentaschen, Eimerchen und im dem Bettkasten diverse „Tiere in Not“ aus Sicht der kleinen Lena, Schutz finden konnten. So z.B. ein Katzenopfer – Libelle mit abgebissenen Hinterteil, welches mit Pflaster wieder zusammen geklebt wurde, oder mehrere Weinbergschnecken, welche Löcher im Haus aufwiesen und ebenfalls liebevoll mit Pflastern verarztet wurden. Diese Liste ist sehr lang und zählt von Kaulquappen bis zum Pony ALLES auf.

Heute sieht ihr Tierschutz etwas anders aus. Die Tiere sind größer geworden und passen nicht mehr in den Bettkasten. Der Traum von einem eigenen Bauernhof wurde im 2012 wahr und ermöglichte Lena mit Hilfe eines reitpädagogischen Betriebs auf dem Hof, ihren Tierschutz zu finanzieren. Ein vom Veterinäramt  geprüftes Rehgehege und eine bestandene Sachkundeprüfung über Rehwild ermöglichten nun Lena die Aufzucht von verwaisten und verletzten Rehkitzen.

Über die letzten Jahren konnte Lena einigen Tiere eine neue Chance geben: Es wurden Tiere (Pferde und Kühe) aus schlechter Haltung oder vom Schlachter frei gekauft und nach Genesung vermittelt. Einige davon bekommen jetzt durch die Gründung des Lebenshofs einen Platz für immer.